Du darfst schwach sein und bist trotzdem stark
- 29. Juni 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Dez. 2021
Diesen Satz hört man in unserer Gesellschaft eher selten. Es geht häufig darum keine Schwäche zu zeigen und konstant leistungsfähig zu bleiben, um Anerkennung zu erhalten.
Eine Art der gesellschaftlich anerkannten Stärke basiert darauf ein Hierarchiesystem zu etablieren, in dem Schwäche als Versagen oder Unfähigkeit gilt.
Dabei ist es ganz natürlich, dass es mal Phasen gibt, in denen man stark ist und Lebensabschnitte, die uns mehr Kraft kosten und wir daher Leistungsminderung erfahren. Diese Situation anzunehmen und sich einzugestehen, dass man Dinge nicht schafft oder dass es mit ungewohnt viel Kraftaufwand verbunden ist bestimmte Themen zu bewältigen, fällt einem manchmal schwer.
Und kommt dann noch von Außen der Stempel: Du bist schwach. Dann fühlt man sich noch schwächer, die Versagensängste werden noch stärker und es ist wie ein Kreislauf der fortwehend abwärts dreht.

Wie kommt man wieder in seine Kraft?
An dieser Stelle ist es wichtig zu differenzieren: Welche Erwartungen kommen von Außen und welche Erwartungen habe ich selbst an mich? Und ist diese Erwartung gerechtfertigt oder habe ich sie von Außen adaptiert ohne sie für mich zu hinterfragen?
Denn das Entsprechen einer externen Erwartungshaltung ohne dass man sich im Innen dafür entschieden hat behindert den Weg zurück zur eigenen inneren Stärke. Das Außen hat ganz individuelle Gründe, warum dieses oder jenes Bild über die eigene Person geformt wurde. Das bedeutet aber nicht, dass man dieses Bild und die damit einhergehenden Erwartungen für sich übernimmt.
Die wesentlichen Fragen, um wieder nachhaltig in die Kraft zu gelangen sind:
Wie frei bin ich von den Erwartungen anderer?
Wie sehr kann ich mich selbst anerkennen, auch in einer Phase der Schwäche?
Wann beginnen kraftvolle Lebensphasen?
Die Entscheidung intensiver in diesen Prozess einzusteigen ist individuell und kann nur von jedem selbst getroffen werden. Denn die Bereitschaft in seine Emotion zu gehen und einen ganz eigenen Weg für sich zu definieren unabhängig des gelernten Wertesystems kostet viel Zeit und Energie. Doch die Möglichkeiten und Perspektiven auf das eigene Leben zu schauen, die ein freier und liebevoller Geist mit sich bringt sind nicht in einfache Worte zu fassen, sondern können nur im Innen gefühlt werden. Bist du bereit und stark genug dich deinen Schwächen und Ängsten zu stellen, genauer hinzusehen aus was sie resultieren und sie aufzulösen, entsteht eine Unabhängigkeit von den äußeren Umständen und damit eine neugewonnene Freiheit. Diese ermöglicht es erst sich aus dem Kreislauf des “du-bist-schwach-und-ich-bin-stark-Denkansatzes“ zu lösen und eigene neue Lebenswege zu gehen ohne Schuldzuweisungen, Verzweiflung oder Aggression gegen die Welt oder einzelne Personen zu empfinden.
Langfristig führt eine bewusste Wahrnehmung unserer Ängste, Sorgen und Leiden zu einem selbstbestimmten Leben, weil man die eigenen Gedanken und Erwartungen gezielter steuern kann und auf einer Metaebene ein umfassendes Verständnis von Emotionen und Verhaltensmustern anderer erhält.
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Ich freue mich auf dich ☺



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